Züchtertag in Hospental (Uri) am 20. August – Besichtigung des Entbuschungsprojektes mit Engadinerschafen

Für den diesjährigen Züchtertag besuchen wir ein Projekt, das den Engadinerschafen eine interessante Zukunft bescheren könnte. Die Projektleiterin Erika Hiltbrunner von der Uni Basel wird uns ein längerfristiges Projekt über die Entbuschung von Grünerlen näher vorstellen. Derzeit weiden 180 Engadinerschafe auf der Projekt-Alp. Alle Vereinsmitglieder sind eingeladen. Reise geht auf eigene Kosten.

Jährlich werden im Alpenraum bis zu 1000 ha von Gebüschwald überwachsen. Dieser besteht zu 70% aus Grünerle. Die Grünerle kann aus der Luft Stickstoff fixieren. Damit wird auch der Unterwuchs gedüngt, sodass Sämlinge von Nadelbäumen nicht aufwachsen können und darum kein Wald entstehen kann. Die Biodiversität in Grünerlen-Monokulturen ist im Vergleich zu Weideland deutlich geringer. Zudem werden beträchtliche Mengen an Nitrat ausgewaschen und es entsteht Lachgas, ein Treibhausgas, das 300mal stärker wirkt als CO2.

Bereits bisherige Studien zeigten, dass Engadinerschafe, ähnlich wie Ziegen, die unerwünschte Grünerle zurückdrängen können. Bereits nach einer Weidesaison sind die Pflanzen arg beschädigt und sterben ab. Ein Aufkommen neuer Triebe ist chancenlos, solange eben die Flächen mit Engadinerschafen beweidet werden.

Anreise mit dem Zug: Zürich ab 08.09 Uhr, Arth Goldau ab: 08.53 Uhr; Andermatt ab: 10.37 Uhr  >> Ankunft in Hospental an: 10.41 Uhr (auch für Autofahrer)
Anreise mit dem Auto (wer erst später dazu stossen möchte): Von Hospental aus Richtung Gotthard fahren; nach dem Tunnel Chämleten bis Gamsboden. Beim See Treffpunkt um 11.45 Uhr. Von da sind es nur noch wenige Minuten zu den Schafen.

Achtung: Anmeldung mit Anzahl Personen bitte bis 15. August 2017 bei anet.spengler@fibl.org